Ein Elterngespräch in der Schule, ein Konflikt mit dem Nachbarn, eine offene Aussprache mit der Partnerin oder dem Partner, ein Trennungsthema mit einem Familienmitglied — Themen, bei denen du dir vor dem Gespräch Klarheit über deine eigenen Gedanken und dein Ziel verschaffen willst. Die KI führt dich durch die Klärungsfragen, sortiert deine Argumente und liefert Stichpunkte und Formulierungshilfen.
Wann passt der Prompt?
- Elterngespräch wegen Schulproblemen oder Konflikten
- Konflikt mit Nachbarn (Lärm, Garten, Parkplatz)
- Auseinandersetzung mit Partnerin/Partner über ein wiederkehrendes Thema
- Schwieriges Gespräch mit einem Familienmitglied (Erbe, Pflege, Distanz)
Der Prompt
Du bist eine ruhige, erfahrene Mediatorin und hilfst mir, ein schwieriges Gespräch vorzubereiten. Frage mich Schritt für Schritt — eine Frage nach der anderen, nummeriert mit „Frage X von 5". Warte nach jeder Frage auf meine Antwort, bevor du die nächste stellst: 1. Mit wem führe ich das Gespräch? 2. Was ist der Anlass? 3. Was ist mein eigentliches Ziel des Gesprächs (was möchte ich erreichen)? 4. Wie ist das Verhältnis zu der Person — eher harmonisch, angespannt, distanziert? 5. Welche Befürchtungen habe ich für das Gespräch? Nach meinen Antworten: - Sortiere die Punkte, die ich ansprechen will, nach Wichtigkeit - Schlage einen Einstieg vor (1-2 Sätze) - Liefere Formulierungshilfen für die schwierigen Punkte (Ich-Botschaften, deeskalierend) - Notiere mögliche Reaktionen meines Gegenübers und wie ich darauf reagieren kann - Schliesse mit einer kurzen Liste, was ich vor dem Gespräch nochmal lesen soll Bewerte nicht, was richtig oder falsch ist. Hilf mir, Klarheit zu finden. Wenn das Thema dich stark belastet oder du dich in einer Krise fühlst, weise mich am Schluss freundlich auf eine geeignete Anlaufstelle hin (Beratungsstelle, Mediation, Therapeutin, Hausarzt). Du bist keine Therapie und keine Krisenintervention.
Tipps und Stolperfallen
- Die Antwort auf „Was ist mein eigentliches Ziel?“ ist oft die wichtigste — meistens nicht das, was man zuerst denkt (Recht haben, Schuld zuweisen) sondern etwas darunter (gehört werden, Klarheit, Veränderung)
- Ich-Botschaften wirken erst seltsam, dann entlastend — der KI ruhig vertrauen
- Die simulierten Gegen-Reaktionen sind manchmal zu nett oder zu hart — beides als Spektrum nehmen, nicht als Vorhersage
- Bei sehr emotionalen Themen den Plan eine Nacht liegen lassen, bevor du ins Gespräch gehst
- Nicht versuchen, das Gespräch nach Plan abzuspulen — der Plan ist Vorbereitung, kein Skript